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Der Notarztkurs

Der Notarztkurs ist Ihr Einstieg in die professionelle Notfallmedizin. Unser Kurskonzept berücksichtigt die Vorgaben der Ärztekammern, geht aber vor allem in Sachen Praxis weit über die Minimalanforderungen hinaus.

Powerpoint-basierte Vorträge stellen ihnen die Grundlagen des notärztlichen Handelns dar. Unsere Vorträge basieren auf aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften und werden durch die Erfahrung unserer Referenten lebendig, anschaulich und vor allem praxisorientiert vermittelt.

Fallvorstellungen und Einsatzberichte aus dem Erfahrungsschatz unserer Referenten geben Gelegenheit zum kritischen Diskurs: Was hätte ich gemacht?

Praktika sorgen täglich dafür, dass Sie in den acht Tagen des Kurses fit werden für den Alltag im Rettungsdienst. So trainieren Sie aufbauend auf den Vorträgen des Vormittags mehrere Stunden in Kleingruppen an Phantomen und Simulatoren. Neues wird so zu Ihrem Werkzeug und Bekanntes weiter vertieft.

Im Praktikum verwenden sie modernes und gepflegtes Original-Material aus dem Rettungsdienst, um unter möglichst realen Bedingungen ihre Erfahrungen zu machen.

Und das werden Sie unter anderem in ihrem Praktikum erlernen:

  • Umgang mit Transport- und Rettungsgeräten
  • Extremitätenschienung und Immobilisation der Wirbelsäule mit unterschiedlichsten Schienungsmaterialien
  • Erweitertes Reanimationstraining (Advanced Cardiac Life Support)
  • Atemwegstraining inkl. Umgang mit dem „schwierigen Atemweg“ im Notfall
  • Technische Rettung aus einem Unfallfahrzeug (in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr)
  • Rettung von Patienten über einen Drehleiterkorb (in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr)
  • Sichtung/Triage bei einem Massenanfall von Patienten
  • Planspiele zur Bewältigung von Großschadenslagen
  • Training am Geburtssimulator
  • Pädiatrisches Notfalltraining inkl. Intubation und Reanimation
  • Anlage von Thoraxdrainagen am Tiermodell (Um Mißverständnisse zu vermeiden: Die Übungen ersetzen nicht den zur Prüfung notwendigen Nachweis über das Legen von zwei Thoraxdrainagen)
  • Notfall-EKG-Diagnostik

Wir bieten eine lehrreiche Woche in toller Atmosphäre auf der Nordseeinsel Sylt!

Häufig erreichen uns Fragen, ob die Kurse in allen Bundesländern anerkannt sind und wie dort die Zugangsvoraussetzungen sind.

Wir haben alle Fachkunde-Kurse bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein und alle Refresherkurse bei den zuständigen Ärztekammern akkreditiert. Damit sind sie in allen Bundesländern gültig.

Die Zulassungsvoraussetzungen zur Fachkunde Rettungsdienst bzw. Prüfung zur Zusatzbezeichnung Notfallmedizin differieren aber zwischen den Kammerbezirken. Bitte erkundigen Sie sich bei ihrer Ärztekammer vor der Kursteilnahme.

Voraussetzungen für die Anmeldung zur Prüfung bei den Ärztekammern:

  • Mindestens 18 Monate klinische Tätigkeit nach Approbation bzw. Berufserlaubnis (Unbedingt bei Ihrer Ärztekammer nachfragen. Einige verlangen 18 oder 24 Monate vor der Teilnahme am 80-Stunden-Kurs!!). Dabei muß gewährleistet sein, daß in dieser Zeit die grundlegenden Kenntnisse und praktischen Erfahrungen in der Intensivtherapie vitalbedrohlicher Zustände sowie in der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung bedrohter Vitalfunktionen mit spezifischen Methoden der Notfallmedizin, wie z. B. Beatmung, Intubation, Schockbehandlung, Schaffung eines zentralvenösen Zugangs, Pleurapunktion usw. erworben sind.

Kursinhalte Teil A-D (80 Unterrichtsstunden nach dem Curriculum der Bundesärztekammer):

  • Erkennen und Behandeln von akuten lebensbedrohlichen Zuständen: wie z. B. Herz- und Kreislaufstillstand, Ateminsuffizienz, Schock, Bewußtseinsstörung, cerebrale Anfälle, Blutungen und Schmerzzustände.
  • Indikation und Durchführung ärztlicher Notmaßnahmen: wie Freimachen und Freihalten der Atemwege, Methoden der Reanimation, Methoden der Intubation und Beatmung, Venenpunktionstechnik, Defibrillation, medikamentöse Dämpfung und Kurznarkose, Sondeneinführung (Oesophagus, Magen, Blase), transtracheale Kanülierung und Notkoniotomie, Thoraxpunktion, Blutstillung, medikamentöse Notfalltherapie, Rettung, Sichtung, Lagerung und Transport, Organisation und Kommunikation, Einsatzkriterien der verschiedenen Rettungsmittel, Auswahl des geeigneten Krankenhauses.
  • Einzelheiten der Notfallversorgung in der Chirurgie: Diagnostische und therapeutische Kenntnisse in der Notfallversorgung folgender Erkrankungen und Verletzungen: Schädel, Wirbelsäule, Thorax, Abdomen, Haut und Schleimhaut, Festlegung der Behandlungspriorität bei Polytrauma, Notamputation, Reposition, Durchblutungsstörungen, Polytrauma, Konservierung von Amputaten, Verbrennungen.
  • Einzelheiten in der Notfallversorgung in der Inneren Medizin: Diagnostische und therapeutische Kenntnisse in der Notfallbehandlung kardialer und pulmonaler Erkrankungen, gastro-intestinaler und endokriner Erkrankungen.
  • Einzelheiten in der Notfallversorgung in der Neurologie, Neurochirurgie, Psychiatrie: Intrakranielle Blutungen einschließlich cerebraler Krampfanfälle, bedrohliche spinale Notfallsituationen, Status Epilepticus, akute Hirnfunktionsstörungen, akutes Psychosyndrom.
  • Einzelheiten in der Notfallversorgung in der Pädiatrie: Asphyxie und Hypothermie bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern, Pseudokrupp, Epiglottitis, Fremdkörperaspiration, Toxikose, Verbrennungen und Verbrühungen, Krampfanfälle, Vermeidung von Wärmeverlusten, Nabelvenenkatheter, Abklemmen und Durchtrennen der Nabelschnur, Absaugen der Atemwege, Dosierungen im Kindesalter.
  • Einzelheiten in der Notfallversorgung bei Intoxikationen: Allgemeine Maßnahmen zur Erkennung und zur unspezifischen Detoxikation, häufig vorkommende Vergiftungen (Erkennung, Behandlung, Antidot-Therapie).
  • Spezielle Maßnahmen der Notfallversorgung in der Gynäkologie: Diagnostische und therapeutische Kenntnisse der Versorgung von Blutungen, Infektionen des Uterus, Eklampsie, Geburt.
  • Gefahrengutunfälle: Allgemeine Kenntnisse über die Gefährdung der Retter bei Gefahrgutunfällen, Vermeidung zusätzlicher Gefährdung durch Auswahl der Anfahrtswege, Fluchtmöglichkeiten und Selbstschutzmaßnahmen, Abschätzung der Gefährdung durch Kenntnisse der Gefahrenguterkennung, des Umgangs mit Gefahrengutblättern und des Umgangs mit Handbüchern zu Gefahrgutunfällen, Kenntnisse der Behandlungsmöglichkeiten bei Entstehung von Reizgas, Verätzungen durch Regen und Nebel bei Bränden, Kontamination mit Löschwasser, Kenntnis von Ablaufplänen des Gefahrengutunfalles (Einordnung des Notarztes in solche Ablaufpläne, Unterordnung unter Organisationsstrukturen).
  • Spezielle Rechtsfragen für den Notarzt im Rettungsdienst Leichenschau, Schweigepflicht, Haftung, Trägerschaft.
  • Massenanfall von Verletzten, Funktion des leitenden Notarztes.
  • Monitoring, Geräte, Ausrüstung.
  • Sonstiges: Beinahe-Ertrinken Unterkühlung Stromunfälle Verbrennungen, 9er-Regel und Therapie Notfälle im Bereich der Augen, HNO und Kieferchirurgie Dialysenotfälle